Unterstützte Kommunikation

Um erfolgreich mit der Unterstützten Kommunikation arbeiten zu können, müssen mehrere Systeme zusammenwirken:

Zum einen die Körpereigenen Kommunikationsformen (z.B. Gestik, Mimik, Gebärden usw.), Kommunikationshilfen wie z.B. Symbole, Kommunikationsmappen, Sprachausgabegeräte usw. , das Vokabular welches in der Alltagssprache verwendet werden kann und gut kombiniert werden kann um vielfältige Inhalte mitzuteilen und Kommunikationsstrategien wie z.B. Regeln der Gesprächsführung, Frage und Antwort usw.

Bei Kindern die Schwierigkeiten in der Kommunikation haben, ist es sehr wichtig so früh wie möglich mit der Unterstützten Kommunikation zu beginnen. Durch diese Hilfen kann auch die Interaktion innerhalb der Familie erleichtert werden. Zudem kann es den Kindern frustrierende Erfahrungen im Umgang mit Sprache nehmen.

Für das Kind ist es zudem, mithilfe der Unterstützten Kommunikation, einfacher sich mit einer Person zu verständigen die die individuellen Kommunikationsstrategien dieses Kindes nicht kennt.  Dadurch kann dem Kind ein großer Druck genommen werden.

Besonders wichtig bei der Arbeit mit der Unterstützten Kommunikation ist es, festzustellen welche Fähigkeiten und auch Interessen das Kind hat und mit welchen Kommunikationsmitteln es gut zurechtkommt. Daraufhin können die geeigneten Hilfsmittel erarbeitet werden.

Für das Kind ist es wichtig, die Erfahrung zu machen, dass seine Handlungen wie z.B. Gesten, Laute, Blicke oder auch das bestätigen von Tasten auf dem Talker eine bestimmte Wirkung hat.

Da auch sprechende Menschen im Alltag mehrere Kommunikationsmittel nutzen (Mimik, Gestik usw.) ist es sinnvoll, auch den Einsatz verschiedener Formen der Unterstützten Kommunikation zu kombinieren (z.B. Gebärden und Kommunikationshilfe wie den Talker).

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Unterstützte Kommunikation auf einem Blick

Was bedeutet UK?

UK (Unterstützte Kommunikation) ist die deutsche Bezeichnung für „Augmentative and Alternative Communication“ (AAC).

Mithilfe der Unterstützten Kommunikation kann die Lautsprache unterstützt oder wenn es erforderlich ist, ergänzt werden. Somit wird Kindern und Jugendlichen, mit Schwierigkeiten in der Nutzung der Lautsprache, die Möglichkeit geboten sich mit zu teilen. Dies ermöglicht für alle Kinder und Jugendlichen eine bessere teilhabe in der Gesellschaft.

Wer kann Unterstützte Kommunikation nutzen?

Genutzt werden kann die Unterstützte Kommunikation entweder von Menschen, die die Lautsprache verstehen, jedoch z.B. aufgrund einer motorischen Behinderung diese nicht verwenden können, von Menschen die neben einer motorischen auch eine geistige Behinderung haben, wodurch auch das Sprachverständnis beeinträchtigt ist. Zudem kann die Unterstützte Kommunikation von Menschen verwendet werden,  deren lautsprachliche Fähigkeiten eventuell unverständlich sind und die Unterstützte Kommunikation bei Bedarf verwenden können, um z.B. Verständigungsproblem zu vermeiden.

Kann Unterstützte Kommunikation auch von Menschen mit einer schweren Behinderung angewandt werden?

Auch für Menschen mit einer schweren Behinderung, die nicht ohne Hilfe kommunizieren können, ist die Unterstützte Kommunikation eine Möglichkeit am Alltag teil zu nehmen und somit auch im Mittelpunkt zu stehen. Mithilfe eines Talkers könnten Texte, Bilder oder auch besondere Erlebnisse festgehalten werden um diese dann zu Hause, in der Schule oder im Kindergarten zu zeigen bzw. davon zu „berichten“.

Mithilfe der unterstützten Kommunikation hat jeder Mensch die Möglichkeit Erfahrungen mit Sprache zu machen, Selbstständiger zu werden, die eigene Selbstbestimmung zu fördern und zu erfahren dass Sprache eine Wirkung hat.

Welche Hilfsmittel gibt es?

  • Sprachcomputer (Talker)
  • sprechende Tasten
  • Mappen und Bücher
  • Piktogrammkarten
  • Sprechknöpfe
  • Geräte zur Umfeldkontrolle

Anwendungsbeispiel Basales Theater

Mithilfe der unterstützten Kommunikation haben Menschen die Möglichkeit mehr am Leben teilzuhaben. Zum Beispiel besteht die Möglichkeit sich an einem Basalen Theater zu beteiligen. Das Basale Theater ist eine Art Mitmachgeschichte.

Mithilfe eines Sprachcomputers könnten auch schwerstbehinderte Menschen mithilfe einer Taste Texte, Geräusche oder Musik abspielen. Mit einfachen Geräten zur Umfeldkontrolle könnten auch verschiedene Lichteffekte ausgelöst werden.



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